Eine öffentliche Antwort erreicht den Verfasser meistens nicht mehr. Sie erreicht die Menschen, die Ihr Profil in den nächsten Jahren lesen und dabei genau hinsehen, wie Sie mit Kritik umgehen.
Kurz, sachlich, und ohne den Vorgang auszubreiten
Drei bis vier Sätze reichen: dass Sie die Schilderung bedauern, was Sie dazu sagen können, und ein Weg, das außerhalb des Profils zu klären. Eine Telefonnummer oder eine Mailadresse Ihres Betriebs gehört dazu, eine Rechtfertigung über acht Zeilen nicht.
Der häufigste Fehler ist die Gegenerzählung mit Datum, Uhrzeit und Betrag. Für Fremde sieht das aus, als würde hier gestritten, und es zieht die Bewertung nach oben, weil Bewegung Aufmerksamkeit bringt.
Was in einer Antwort nichts zu suchen hat
Keine Namen, keine Anschriften, keine Bestellnummern, nichts aus einer Akte. Personenbezogene Daten sind bei Google eine eigene Richtlinienkategorie, und sie gilt für Ihre Antwort genauso wie für die Bewertung.
Auch Unterstellungen über den Verfasser gehören nicht hinein. Wer öffentlich schreibt, der andere sei ein ehemaliger Mitarbeiter oder die Konkurrenz, belegt damit nichts und gibt der Sache eine Bühne.
Die Antwort kann eine spätere Meldung schwerer machen
Das wissen die wenigsten: Eine öffentliche Antwort, in der Sie auf einen Besuch, eine Bestellung oder einen Termin eingehen, bestätigt vor aller Augen, dass es Kundenkontakt gab.
Wollen Sie dieselbe Bewertung später als gefälschte Interaktion melden, weil der Verfasser nie Kunde war, steht Ihre eigene Antwort dagegen. Deshalb lohnt es sich, vor der Antwort kurz zu prüfen, ob die Bewertung ein Fall für eine Meldung ist.
Umgekehrt gilt: Wo es um echte Kritik geht, ist die Antwort das bessere Mittel, und die Meldung ohnehin aussichtslos.
Antworten Sie auch auf die guten
Ein Profil, in dem nur die schlechten Bewertungen eine Antwort haben, wirkt defensiv. Zwei Zeilen unter einer guten Bewertung kosten nichts und zeigen, dass hier jemand mitliest.
Und wer regelmäßig antwortet, sieht eine neue Bewertung am selben Tag statt drei Wochen später. Das ist bei einer Meldung der Unterschied zwischen frisch und alt.
Das Wichtigste
Eine gute Antwort ist kurz, nennt keine Einzelheiten und bietet einen Weg aus dem Profil heraus. Und sie wird geschrieben, nachdem Sie entschieden haben, ob die Bewertung gemeldet gehört.
Trifft das auf eine Ihrer Bewertungen zu?
Wir sehen uns Ihr Profil kostenlos an und sagen Ihnen, welche Bewertungen Google nach seinen Richtlinien entfernen dürfte.
Diese Texte erklären Googles Richtlinien, nicht die Rechtslage. Löscheule ist kein Rechtsdienstleister im Sinne des § 2 RDG. Wenn Ihr Fall eine juristische Auseinandersetzung ist, brauchen Sie eine Anwältin oder einen Anwalt.
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